Umfrageergebnis
Auswertung der Eltern-Umfrage zum Thema:
FESTSTELLUNG DES BEDARFS AN KINDERGARTEN- UND HORTPLÄTZEN IN KÖLN-WIDDERSDORF
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Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
An der Befragung der Elterninitiative "Widdersdorfer Pänz" Ende des Jahres 2002 haben sich 153 Haushalte aus Köln-Widdersdorf beteiligt. In diesen Haushalten leben 251 Kinder. Von ihnen sind 98 jünger als 3 Jahre alt und 9 werden in Kürze geboren, 90 Kinder sind zwischen 3 und 6 Jahre alt, die übrigen 50 Kinder sind älter als 6 Jahre.
Aktuell den Kindergarten besuchen 81 der 251 Kinder, die zu 85 Prozent zwischen drei und sechs Jahren alt sind. Unversorgt waren zum Zeitpunkt der Befragung 21 Kinder. Dies sind mit 40 Prozent aller dreijährigen Kinder in der Befragung sowie fünf Älteren sehr viele. Es bestehen demnach erhebliche Wartezeiten, die in zahlreichen Fällen mehrere Monate betragen, bei der Versorgung von Kindern im relevanten Kindergartenalter mit Plätzen in Widdersdorf.
Die Versorgungssituation fällt noch ungünstiger aus, wenn berücksichtigt wird, dass rund ein Viertel der Widdersdorfer Kinder in einem anderen Stadtteil einen Kindergarten besucht. Die Mehrheit der betroffenen Familien möchte gerne in einen Widdersdorfer Kindergarten wechseln. Einige machen dies jedoch konkret von den Bedingungen des Angebots abhängig, was auf qualitative Mängel in einigen Widdersdorfer Gruppen - wie starke Gruppengrößen oder unzureichende Betreuungsrelation - hindeutet.
Bei einem Großteil der unversorgten Kinder handelt es sich eindeutig um eine Problemgruppe, denn deren Eltern kritisieren fehlende Kindergartenplätze und mahnen eine zeitnahe Versorgung an. Allerdings bewerten nicht alle Eltern ein fehlendes Angebot als unzureichend. Einige helfen sich trotz Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz mit alternativen Betreuungslösungen wie Tagesmutter, Familienhilfe oder Eigenbetreuung selber. Dieser eher nur latente Bedarf mag auch an größeren zeitlichen und logistischen Möglichkeiten in diesen Familien liegen. Dies schränkt jedoch die Erwerbsmöglichkeiten insbesondere der Mütter erheblich ein.
Anhand der demographischen Struktur der in der Befragung erfaßten Kinder läßt sich ein in Zukunft steigender Bedarf an Kindergartenplätzen identifizieren. Der durchschnittliche Bedarf an Kindergartenplätzen liegt in den befragten Widdersdorfer Haushalten für die kommenden drei Jahre um neun Prozent über demjenigen der letzten drei Jahre.
Wird berücksichtigt, dass bereits in der vorhandenen Versorgungssituation der Widdersdorfer Kinder zu einem nicht unerheblichen Teil andere Stadtteile den vorhandenen Bedarf befriedigen und mit zahlreichen Zuzügen in den kommenden Jahren zu rechnen ist, muss von einem künftig zusätzlich steigenden Bedarf ausgegangen werden.
Ebenfalls großer ungedeckter Bedarf besteht derzeit bei Hort- oder Tagesplätzen. Diese werden nach Aussage der befragten Widdersdorfer Eltern für insgesamt 64 Kinder benötigt, denen keine adäquaten Angebote gegenüberstehen. Derzeit werden deutlich mehr Kinder von einer Tagesmutter als über einen Hortplatz betreut. Die Plätze werden für Kinder in einem Alter zwischen unter eins bis zu zehn Jahren im Durchschnitt an 4,4 Tagen die Woche benötigt. Ein Teil der Betreuungsangebote ist nur über die Mittagszeit erforderlich, die meisten der Plätze werden jedoch für den gesamten Nachmittag benötigt.
Fazit
Die Ergebnisse der Befragung weisen insgesamt auf die Notwendigkeit hin, dass die Kapazitäten in den beiden Bereichen Kindergartenplätze sowie Hort- und Tagesplätze ausgebaut werden müssen. Dies betrifft zum einen die quantitative Versorgung über ein ausreichendes Angebot an Plätzen und zum anderen die Verbesserung der qualitativen Versorgungssituation innerhalb der Gruppen. Besonders problematisch erscheint das zu geringe Angebot an Kindergartenplätzen vor dem Hintergrund des vorhandenen Rechtsanspruches. Da sich dieser mit den Bedürfnissen der Widdersdorfer Eltern deckt, liegt aktueller Handlungsbedarf vor.
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